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Ich gebe zu, dass ich in einer gewissen Naivität bis vor einigen Jahren geglaubt habe, dass unsere Außenpolitik der Wahrung unserer deutschen Interessen dienen sollte. In welchem Ausmaß unsere politisch-mediale Klasse allerdings der Handlanger unseres Hegemons – den USA – ist, überrascht mich bis heute immer wieder aus Neue.

Die amerikanische Legislative hat neue Sanktionsgesetze gegenüber Russland verabschiedet, die vorrangig die russischen Energieexporte treffen soll sowie kooperierende Firmen, insbesondere deutsche, in den USA unter Strafe stellen will. Ein Schelm, wer darin eine Förderung der amerikanisch-arabischen Energiewirtschaft sieht. Die Diversifizierung unserer Energieimporte, insbesondere unter Einbeziehung der russischen Lieferungen, ist ein Lebensnerv unserer Gesellschaft. Die politisch-mediale Reaktion auf diese amerikanische Unverschämtheit: sehr verhalten.

Die Sanktionen gegen Russland haben bisher über mehrere Jahre die deutschen Exporte zweistellig sinken lassen und z.B. landwirtschaftliche Betriebe in den Ruin getrieben. Gerade auch ostdeutsche Betriebe sind unter extremen Druck geraten. Die amerikanischen Exporte nach Russland sind hingegen zweistellig gewachsen. Das ist schon irgendwie merkwürdig. Ganz zu schweigen von den ungleichen Verhaltensmustern, wenn ich z.B. die Türkei betrachte. Ist da bei uns für dies ins diktatorische abgleitende System von Sanktionen gesprochen worden? Nicht mal die Beitrittsverhandlungen sind abgebrochen worden, egal was das System sich dort leistet. Lieber setzt man eine gespielte Empörung auf, wenn osteuropäische Staaten ihre eigenen Interessen wahrnehmen. Wie verlogen ist dies!

Spätestens die NSA-Affäre wirft den Verdacht auf, dass wir sehr nah an einer Bananenrepublik sind. Wenn man unter Wikipedia die Mitglieder der Atlantikbrücke recherchiert, wird die Verflechtung von Politik, Medien und Industrievertretern mit den amerikanischen Strukturen sichtbar.

Die Liste ließe sich lang fortsetzten und damit ist die Frage beantwortet: Wir haben keine eigenständige Außenpolitik. Unsere politisch-mediale Klasse ist nichts weiter als ein gut bezahlter Handlanger des Hegemons.

Hier können wir bei den nächsten Wahlen Sand ins Getriebe bringen und zuerst die Mitläufer aus den Parlamenten treiben. Die deutliche Verkleinerung des öffentlich-rechtlichen Propagandaapparates mit einer Reduktion auf den eigentlichen gesetzlichen Bildungsauftrag wird der nächste Schritt sein. Die Abbestellung und das Ignorieren der betroffenen Printmedien ist der private Widerstand der Bürger. Erst dann haben wir die Möglichkeit, eine eigenständige Außenpolitik zu betreiben und mit unseren europäischen Partnern in einem Europa der Vaterländer europäische Interessen in der Welt zu vertreten.

Lassen Sie uns unser Land zurück gewinnen und gehen Sie zur Bundestagswahl am 24. September!

 

Unser Deutschland zuerst!

Ihr

Heiko Hessenkemper