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von Prof. Dr. Heiko Hessenkemper

Niemand wird bestreiten, dass eine langfristige Hinwendung zu regenerativen Energien sinnvoll ist, ebenso wie Energiesparmaßnahmen. Auch eine anfängliche Subventionierung zum Aufbau einer Industrie kann Sinn machen, was mit dem Energieeinspeisegesetz und dem Abbau bürokratischer Hemmnisse gemacht wurde. Leider krankte dieser Ansatz sehr früh an dem Einfluss unterschiedlicher Lobbygruppen, die nun die Auswirkungen dieser Energiepolitik auf die Endverbraucher zu einem sehr kostspieligen Moloch haben werden lassen.

Einige Beispiele mögen dies erläutern: Die energetische Rückzahlzeit (energetischer Aufwand gegen eingespielte Energieproduktion) beläuft sich je nach Standort bei Windkraftanlagen auf 0,5 Jahre, bei Solarthermie auf gut ein Jahr und bei der Photovoltaik auf gut drei Jahre. Diese damit volkswirtschaftlich ineffizienteste Technologie wurde am stärksten gefördert, von den großen Flächenverbräuchen bei Freilandanlagen einmal ganz abgesehen. Viel entscheidender sind aber strukturelle Probleme, die Speicherfähigkeit der sehr schwankenden Energieangebote.

Erst jetzt beginnt hier ein Agieren, beispielhaft seien die Höchstgleichspannungsleitungen zur norwegischen Wasserkraft genannt, die nach jahrelangen Verzögerungen durch unsere Industrie nun erst 2020 realisiert sein werden und etwa 2000 MW Leistung transportieren kann. Die Einbeziehung von Kühlhäusern als Energiespeicher (Hähnchen könnten auch bei tieferen Temperaturen als -18 °C gelagert werden), was zumindest im Bereich von Tagen eine Leistungsspeicherung von gut 5000 MW liefern könnte. Genannt sei ebenfalls die Glasindustrie, die mittels partiellem Austausch von Gasfeuerung gegen elektrische Zusatzbeheizung das Potential bietet, langfristig einige hundert MW zu puffern, wobei die Einbindung vorhandener Notstromaggregate im Zuge eines intelligenten Leistungsmanagements sogar aktiv Stromerzeugung ins Netz bringen könnte. Ähnliche Argumente könnte man für den Stromtransport nennen, der durch ein intelligentes Leitungsmanagement („smart grids“) das Transportproblem minimieren könnte, da z.B. bei Wind mehr Strom durch Leitungen gleichen Querschnitts transportiert werden könnte.

Der Ausbau all dieser Optionen ist bisher weitgehend versäumt bzw. gezielt verschleppt worden. Die Politik betreibt damit handwerkliche Schlamperei.

Ein weiteres entscheidendes Problem ist der nach der Reaktorkatastrophe in Japan medial bewirkte überhastete Ausstieg aus der Kernenergie, welcher der Volkswirtschaft hohe zweistellige Milliardenverluste einbringt. Die nach dem Verfassungsgerichtsurteil zu erwartende Rückzahlung von sechs Milliarden Euro an die Stromkonzerne bedeutet nichts anderes als erneute politische handwerkliche Schlamperei. Über das atomare Desaster in Japan haben unsere Medien 300 % häufiger berichtet als in anderen Ländern. Ein typischer Fall medialer Konditionierung. Frau Merkel hat – wie immer – darauf reagiert: Fallenlassen ihrer Überzeugungen (wenn sie je welche gehabt hat), wie bereits in der Steuerpolitik bei Paul Kirchhof oder in der Katastrophe der Asylpolitik. Hauptsache, sie folgt den Medien ohne jegliches eigenes Konzept.

Die Folgen: Die vorher so bejubelte CO2-Minderung ist ins Stocken gekommen, Deutschland muss deutlich mehr Kohle importieren, wobei bis zu 10.000 Menschen pro Jahr im weltweiten Kohlebergbau umkommen. Das ist doch mal „verantwortungsvolle“ Politik! Da mangels bisheriger Speichermöglichkeiten bei Stromüberschuss die Braunkohlekraftwerke nicht sinnvoll geregelt werden können, wird über die Leipziger Strombörse der Strom ins Ausland verschleudert – mit dem Effekt, dass die relativ sauberen holländischen Gaskraftwerke häufig herunter geregelt werden.

Neuentwicklungen im Kernenergiebereich, wie Flüssigphasenreaktoren, die weltweit in Entwicklung sind (keine Transurane und damit beherrschbare Abfälle, mit Thorium betrieben und damit sehr große Brennstoffreichweiten, keine Möglichkeit bombenfähiges Material zu erhalten, keine GAU-Möglichkeit [Kernschmelze, größter anzunehmender Unfall], hochtemperaturfähig und damit ideal für die Gewinnung von Treibstoffen aus Kohle), werden in Deutschland massiv negativ agitiert, sogar soweit, dass die Bundesregierung die EU Kommission angreift, die diese Technologie stark fördern will. Es lebe die Ideologie, willkommen im Mittelalter. Nach der Gentechnologie ist dies ein weiteres Feld, in welchem die politisch-mediale Klasse dieses Land kastriert.

Eine sinnvolle Politik würde dieses Potential der Kernenergie weiter entwickeln und zusammen mit unseren Kohlevorräten, die zu schade zum simplen Verheizen sind, unsere Energieversorgung langfristig und preisgünstig sichern. Der intelligente Ausbau der regenerativen Energien würde diese Politik flankieren.

Dazu benötigen wir aber einen Politikwechsel. Am 24.9.2017 besteht dazu die nächste Gelegenheit mit der Wahl der AfD, denn es muss wieder heißen:

Unser Deutschland zuerst!

Heiko Hessenkemper

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